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Ein DANKE an den Landtag
Lesben und Schwule: Steiermark stellt im Landesrecht gleichgeschlechtliche Paare völlig gleich
Mit 1. Jänner ist in Österreich das Partnerschaftsgesetz in Kraft getreten, welches gleichgeschlechtlichen Paaren im Wesentlichen dieselben Rechte und Pflichten wie Ehepaaren ermöglicht. Um dies in allen Bereichen sicher zu stellen, sind natürlich auch Änderungen im Landesrecht notwendig, z.B. für die Bediensteten des Landes, der Stadt Graz und der Gemeinden. |
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Presseaussendung der RosaLila PantherInnen |
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Homosexuelle Partnerschaften: Menschen am Land sind ja keine hinterwäldlerischen Volldeppen RosaLila PantherInnen fordern Versprechen der ÖVP-Perspektivengruppe ein
„Für homosexuelle Partnerschaften möchte die ÖVP nicht die Ehe öffnen, sondern ein eigenes Rechtsinstitut, das Partnerschaftsgesetz vor dem Standesamt, einrichten. Für Homosexuelle solle es aber keine Möglichkeit zur Adoption geben.“ Gesagt vom heutigen Vizekanzler und ÖVP-Chef Josef Pröll in der "Pressestunde" am 30. September 2007 anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse der ÖVP-Perspektivengruppe.
So wie es aussieht, wurde in der ÖVP seitdem nur über neue demütigende Gemeinheiten für Lesben und Schwule nachgedacht: „ÖVP-Justizministerin Bandion-Ortner präsentierte den Medien ein nicht fertiges Partnerschaftsgesetz und nun will die ÖVP, dass sich Schwule und Lesben in einem Kammerl in der Bezirkshauptmannschaft verpartnern“, ist Kurt Zernig, Vorsitzender der steirischen schwul-lesbischen ARGE „RosaLila PantherInnen“ erbost: Die Ausrede, dass die ‚kleinen Bürgermeister‘ am Land das nicht wollen, lässt Zernig nicht gelten: „Es muss endlich Schluss damit sein, dass die Menschen am Land von der ÖVP stets als hinterwäldlerische Volldeppen dargestellt werden! Die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ist in ländlichen Regionen genauso vorhanden.“
Ebenfalls nicht gelten lässt Zernig den Einwand, dass durch die Partnerschaftsschließung vor der Bezirksverwaltungsbehörde in den Landeshauptstädten ohnehin eine Verpartnerung am Standesamt zu erwarten sei: „In Graz, immerhin die zweitgrößte Stadt Österreichs, ist das unter dem bekanntermaßen homophoben Bürgermeister Nagl wohl eher unwahrscheinlich. Und warum soll z. B. ein homosexuelles Paar aus Schladming mit Eltern und Freunden nach Wien fahren müssen, um dort ihre Partnerschaft in würdiger Form in einem Saal am Standesamt schließen zu können?“
Die „PantherInnen“ fordern Vizekanzler Pröll auf, zu seinem in der Pressestunde vom 30.9.2007 gegebenen Wort zu stehen und dieses niederträchtige Spektakel zu beenden. |
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Presseaussendung der RosaLila PantherInnen |
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Partnerschaftsgesetz für Lesben und Schwule: Bundesregierung soll endlich aktiv werden! Zernig: "Unwürdiger Eiertanz auf dem Rücken der Lesben und Schwulen!"
Taten der Bundesregierung beim Partnerschaftsgesetz fordert Kurt Zernig, Vorsitzender der "RosaLila PantherInnen - Schwullesbische ARGE Steiermark" ein: "Bei diesem Punkt aus dem Regierungsübereinkommen haben wir den Eindruck, dass die Bundesregierung vom Winterschlaf über die Frühjahrsmüdigkeit nun in den Sommerurlaub überwechselt", so Zernig: "Es ist Anfang Juli und die laut Regierungsübereinkommen beauftragten drei Ministerinnen Bandion-Ortner, Fekter und Heinisch-Hosek haben bis jetzt noch nicht einmal einen Gesprächstermin zustande gebracht!"
Heute Nachmittag hat der Bayerische Landtag die Vorschriften geändert: ab 1. August 2009 können sich dort gleichgeschlechtliche Paare auf dem Standesamt verpartnern und müssen nicht mehr mit wesentlich höheren Gebühren zu einem Notar. "Während in Europa nach den Niederlanden, Belgien und Spanien ein Land nach dem anderen (heuer Norwegen und Schweden) sogar die Zivilehe öffnet, das konservative Liechtenstein ein Partnerschaftsgesetz vorlegen wird und Bayern die Standesämter öffnet, wird in Österreich noch immer ein unwürdiger Eiertanz auf dem Rücken der Lesben und Schwulen ausgetragen," so Zernig: "Wir wollen endlich Taten sehen!" |
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Als die erste Münze flog ... |
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Am 28. Juni jährt sich zum 40. Mal ein Ereignis, das als „Stonewall Riots“ in die moderne amerikanische Geschichte eingegangen ist. Diese Unruhen, die nach einer Polizeirazzia in der Bar "Stonewall Inn" ihren Ausgang nahmen und einige Tage die Christopher Street im New Yorker Stadtteil Greenwich Village beherrschten, waren der Ausgangspunkt und Gründungsmythos der neuen Lesben- und Schwulenbewegung.
Was aber geschah in den USA vor den Ereignissen in der Christopher Street 1969 und was ist da genau passiert? Welche Veränderungen brachte AIDS und wie populär war das Outing in den Neunzigern wirklich? Fragen, die Martin Gössl anhand von Originalquellen aus dem berühmten LGBT-Archiv in New York, mit AugenzeugInnenberichten und Fachliteratur beantwortet. Die Geschichte der US-amerikanischen Schwulen- und Lesbenbewegung, in eine überschaubare Fassung gegossen, ist für interessierte LeserInnen eine ideale Einführung in die zeithistorischen Studien der Queer Studies. Präsentiert wurde das Buch am 10. Juni 2009 im "libresso mocca uni" gemeinsam mit Vizerektorin Univ.-Prof. Dr. Roberta Maierhofer und Univ.Prof. Dr. Karin Schmidlechner vom Institut für Zeitgeschichte. Das Buch ist im Buchhandel und bei den "RosaLila PantherInnen" verfügbar. Martin J. Gössl Als die erste Münze flog und die Revolution begann. Die Homosexuellen-Bewegung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA. ISBN: 978-3902080028 Taschenbuch, 136 Seiten, 15 Euro Zu bestellen im Buchhandel oder unter info@homo.at (für RLP-Mitglieder um nur 10 Euro). |
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Buchpräsentation |
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1908 verfasste der Grazer Theaterchorsänger Cornelius Zimka unter dem Pseudonym Julius Zinner Österreichs erste Streitschrift eines Betroffenen. Anlässlich der "ersten 100 Jahre" präsentierte Hans-Peter Weingand am 26. Februar im vollen "feel free" ein Buch, das einen Überblick über das schwullesbische Leben um 1900 in Österreich gibt: über die damalige Community, die heftig geführten Diskussionen durch Mediziner und Juristen. Und über einen Grazer Prozess gegen zehn Homosexuelle, der den Anstoß zur Veröffentlichung der Streitschrift gab, die im Buch ebenfalls abgedruckt ist.
Hans-Peter Weingand Julius Zinner; Entspricht die Bestrafung der Homosexuellen unserem Rechtsempfinden? Österreichs erste Streitschrift eines Betroffenen. Mit einem Beitrag zur Homosexualität um 1900. ISBN 978-3-902080-01-1
Paperback, 104 Seiten, 24 Euro Zu bestellen im Buchhandel oder unter info@homo.at (für RLP-Mitglieder um nur 10 Euro). |
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G.A.L.A. 2008 |
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Der heuer zum neunten Mal vergebene, von der HOSI Linz gestiftete und aus eigenen Mitteln dotierte "Gay and Lesbian Award" wurde im Rahmen eines Festaktes im Alten Rathaus in Linz am 22. November an den langjährigen Aktivisten der RosaLila PantherInnen, Hans-Peter Weingand, vergeben. |
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Gleichgeschlechtliche PartnerInnenschaften |
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Der steirische Regionalfernsehsender MEMA-TV berichtete kürzlich über gleichgeschlechtliche PartnerInnenschaften. Den Beitrag gibt es nun auch online: [klick] |
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Gemeinderatsantrag vom 08.05.2008 |
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Graz. Im Gemeinderat am 8. Mai gab es einen gemeinsamen dringlichen Antrag der KPÖ, SPÖ und der Grünen: Neben einem generellen Bekenntnis zu Gleichstellung und konkreten kommunalen Maßnahmen, sollte die Bundesregierung aufgefordert werden, das Lebenspartnerschaftsgesetzes für gleichgeschlechtliche Paare umgehend umzusetzen. Obwohl ÖVP-konform formuliert, wurde die Behandlung von FPÖ und ÖVP, und damit mehrheitlich, abgelehnt. Die ÖVP stimmte damit de facto gegen die von Parteichef Wilhelm Molterer versprochene Umsetzung der Ergebnisse der eigenen Perspektivengruppe und auch, nicht einmal zwei Monate nach Konstituierung der schwarz-grünen Stadtregierung, gegen den schwarz-grünen Koalitionsvertrag. Die Grüne Gemeinderätin Daniela Grabe, Sprecherin von "Grüne Andersrum", ist "zornig, aber auch nicht verwundert". Antrag im Volltext: [klick] |
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Resolution der „RosaLila PantherInnen“. |
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Bei der Generalversammlung am 12. April 2008 haben die „PantherInnen“ einstimmig folgende Resolution beschlossen:
Gleich viel Recht für gleich viel Liebe! Seit vielen Jahren fordern die „RosaLila PantherInnen“ die rechtliche Absicherung gleichgeschlechtlicher PartnerInnenschaften. Denn PartnerInnenschaften zwischen zwei lesbischen Frauen oder zwei schwulen Männern sind in Österreich noch immer rechtlos. Dies stellt eine Ungleichbehandlung und Diskriminierung gegenüber Heterosexuellen dar, deren Beziehungen – je nach gewählter Form der PartnerInnenschaft – rechlich in bestimmter Weise abgesichert bzw. anerkannt sind. |
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Partnerschaftsgesetz: Gleich viel Recht für gleich viel Liebe! |
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"Nun kommt es auf die Inhalte an! Wir wollen die gleichen Rechte und Pflichten wie die Ehe und keine Mogelpackung!"
Erfreut zeigte sich PantherInnen-Vorsitzende Mag. Nicola Scharfetter über das heute vorgelegte Arbeitsprogramm der Bundesregierung, nach dem das Partnerschaftsgesetzt für gleichgeschlechtliche Paare noch im Juni vom Ministerrat abgesegnet werden soll. |
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