25 Jahre RLP – Eine feierliche Ehrung im Grazer Rathaus

Seit nunmehr 25 Jahren setzen wir uns ehrenamtlich für Gleichstellung von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen auf rechtlicher und sozialer Ebene ein.

Am 11. Oktober 2016 wurden wir im Rahmen eines feierlichen Abends im Gemeinderatssitzungssaal des Grazer Rathauses für unser 25-Jähriges Jubiläum geehrt.

1991 – 2016 : Eine Erfolgsgeschichte

Vor 25 Jahren gründeten 21 Männer und eine Frau die Panther, die sich 1997 in die PantherInnen umbenannten. Was als Gasthausverein bei der sozialistischen Jugend Unterschlupf fand, ist heute eine Institution in Mitten der Annenstraße.

 

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„Als sich der Verein 1991 gründete, war die Homo-Ehe noch kein Thema, eine eingetragene Partnerschaft bot nur das ferne Dänemark. Schutz vor Diskriminierung gab es nicht. Wer sich für die Rechte von Homosexuellen engagierte, dem drohte Strafe wegen Werbung für Unzucht mit Personen des gleichen Geschlechts. Bestehende Vereine liefen Gefahr, verbotene Verbindungen zur Begünstigung gleichgeschlechtlicher Unzucht zu sein. Es gab also verdammt viel zu tun“, erinnert sich Hans-Peter Weingand, einer der Mitgründer.

Die PantherInnen konnten in den vergangenen 25 Jahren nicht nur beraten, helfen und aufklären sondern auch im politischen Bereich zahlreiche Erfolge verbuchen und schafften Raum für zahlreiche Initiativen.

Bürgermeister Siegfried Nagl gratuliert dem Verein und verspricht sich auch im Gemeinderat für eine offene Stadt einzusetzen:

„Als Menschenrechtsstadt haben wir uns dazu verpflichtet, Menschen zu helfen. Wir haben damit ein Zeichen gesetzt, dass wir etwas verändern wollen. Graz ist eine weltoffene Stadt, die den individuellen Geist zulässt und das wollen wir der ganzen Welt zeigen!“

Die jahrelange Erfahrung hat gezeigt: kontinuierliches Engagement bringt große Veränderungen. Am Gesetzespapier als auch im Bewusstsein der Menschen. Auch Bürgermeister Nagl rät anderen NGO’s und Vereinen sich von politischem Gegenwind nicht unterkriegen zu lassen. Die PantherInnen sein ein Beispiel dafür, wie mit viel Durchhaltevermögen aus KritikerInnen auch UnterstützerInnen werden.

„Eines Tages wird man keine RosaLila PantherInnen mehr brauchen“, hofft Vorstandsvorsitzender Joe Niedermayer. „Unser Ziel ist es, dass der Verein nicht mehr nötig ist, weil es völlig egal ist, ob jemand schwul, lesbisch oder was auch immer ist.“