300 Euro Strafe für RosaLila-Wappen Affäre

Der Grazer Magistrat hat eine Strafe von 300 Euro über uns verhängt. Der Grund laut Strafverfügung ist diese Seite „mit der Abbildung des Steiermärkischen Landeswappens in originaler Form als Hoheitszeichen geworben“, ohne dies dem Land angezeigt zu haben. Doch offenbar ist man im Magistrat farbenblind. Denn das steirische Landeswappen ist durch Gesetz klar definiert: bekanntlich ist das „in grünem Schild der rotgehörnte und gewaffnete silberne Panther,
der aus dem Rachen Flammen hervorstößt“. Zusätzlich trägt das Wappenschild den historischen Herzogshut: laut Abbildung im Landesgesetz ein roter Samthut mit einer breiten Hermelinstulpe, umgeben von einem goldenen Zickzackreif und gekrönt von einem goldenen Tatzenkreuz.

Damit ist klar, dass unsere Abbildung gar nicht das steirische Landeswappen zeigt – sondern einen rosalila Panther im Stil klassischer Heraldik. Die Abweichungen zum Landeswappen gehen dabei bis ins kleinste Detail: so ist der Samthut prinzessinnenhaft rosa und auch in lila statt in gold eingefasst. Und dieser Panther kann sich offenbar mit rosalila Krallen zur Wehr setzen. Somit ist im Kontext der Homepage auch ziemlich klar, welche Meinung wir damit unter Verwendung bekannter heraldischer Elemente ironisierend transportieren: rosalila gibt es überall, das durchzieht auch die Steiermark. Denn Lesben und Schwule gibt es eben auf der ganzen Welt.

Zur Strafverfügung gibt sich Vereinsobmann Joe Niedermayer gelassen: „Wir haben einen heißen Sommer und offenbar wollte im Grazer Magistrat jemand ‚die Warmen‘ schikanieren. Fehlt nur noch, dass wir bestraft werden, weil wir auf der Homepage beim Impressum auch das Logo des Landes Steiermark verwenden, weil dies in Subventionsrichtlinien vorgesehen ist.

Inzwischen gab es über Facebook eine Spendenaktion für den Verein. Nach nur wenigen Stunden kamen die 300 Euro zusammen und diese wurden in der Zwischenzeit sogar schon übertroffen. Sollte das Magistrat Graz von der Strafe absehen werden alle Spenden dem Wiener Verein Queer Base weitergegeben!

 

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