„queerPassion“: J. S. Bachs Johannespassion wird neu erzählt

15. Mai 2025 | Veranstaltungen & Termine

„queerPassion“: J. S. Bachs Johannespassion wird neu erzählt

15. Mai 2025 | Veranstaltungen & Termine

Am 7. Juni 2025 um 19:00 Uhr feiert im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses ein außergewöhnliches Musikprojekt seine Premiere: queerPassion. Im Zentrum steht eine Neuinterpretation von Johann Sebastian Bachs Johannespassion (BWV 245), die durch ein neues Libretto von Thomas Höft eine tiefgreifende und berührende Transformation erfährt – ohne dabei Bachs Musik zu verändern. Statt der biblischen Leidensgeschichte Jesu rücken vier authentische Leidensgeschichten von queeren, diskriminierten und ermordeten Menschen in den Mittelpunkt.

Das Projekt vereint 21 professionelle Musikerinnen, fünf Solistinnen und mehrere queere Community-Chöre aus verschiedenen europäischen Ländern. In Wien stehen unter anderem das Ensemble Ārt House 17 unter der musikalischen Leitung von Michael Hell sowie der Grazer Regenbogenchor unter der Leitung von Željka Hrestak gemeinsam auf der Bühne. Das Herzstück des Werkes bilden elf Choräle, die inhaltlich und musikalisch gemeinsam mit den Chören entwickelt wurden und queere Perspektiven mit der Ausdruckskraft barocker Musik verbinden.

queerPassion ist Teil eines groß angelegten, europäischen Projekts, das die Vielfalt queeren Lebens im Bereich klassischer Musik sichtbar machen will. Es setzt bewusst auf Inklusion, Partizipation und eine gemeinschaftliche künstlerische Praxis. Der partizipative Ansatz ermöglicht es queeren, nicht-professionellen Sänger*innen, aktiv an einem hochkarätigen Musikprojekt teilzunehmen. Workshops zu musikalischer Interpretation, queerer Geschichte und persönlichem Ausdruck begleiten die Probenarbeit.

Das Konzert in Wien ist der Auftakt einer Tournee, die queerPassion auch auf zwei weitere bedeutende Bühnen der europäischen Klassikszene führen wird: zum Bachfest Leipzig und zur Oper Antwerpen.

Mit queerPassion entsteht ein neues, europäisches Kunstwerk, das nicht nur künstlerische Innovation fördert, sondern auch einen lange marginalisierten Teil unserer Gesellschaft in das kulturelle Gedächtnis einschreibt. Es ist ein Projekt über Erinnerung, Sichtbarkeit und Teilhabe – und über die Kraft der Musik, neue Räume für Erzählungen zu öffnen.

„Endlich ein Konzert über uns“, bringt eine Teilnehmerin des Projekts die Bedeutung des Abends auf den Punkt.

Tickets und weitere Informationen sind unter www.queerpassion.eu erhältlich.

Disclaimer: Gefördert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen ausschließlich denen der Autor*innen und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können für sie verantwortlich gemacht werden.
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