Der Ehe für alle Flashmob vor der ÖVP am Karmeliterplatz

Der Druck auf die ÖVP in Sachen Ehe für alle steigt – jetzt auch in der steirischen Landeshauptstadt. Rund 150 Aktivisten haben am Mittwoch für das Recht auf Gleichbehandlung demonstriert: mit einem Tanz-Flashmob am Karmeliterplatz.

Jungs mit Jungs, Mädls mit Mädls, Bräute mit Bräuten… die Botschaft der Tanzmeute beim Flashmobs vor der Zentrale der steirischen ÖVP war klar: „Lasst uns heiraten, wen wir wollen!“ Ganz so spontan, wie der Titel „Flashmob“ suggerieren könnte, war die Aktion allerdings nicht: Hinter dem Tanz-Protest standen die sozialdemokratischen LGBT-Organisation SOHO  und die Sozialistischen Jugend. Es warat zwecks dem Wahlkampf.

Und so hört sich das auch an: „Im Jahr 2017 versteht wirklich niemand mehr, warum die Politik nicht endlich für gleiche Rechte für alle Österreicher und Östereicherinnen sorgt“, sagt der Vorsitzende der SOHO Steiermark, Sebastian Pay in einer Aussendung. Die Ortswahl, direkt vor der ÖVP-Zentrale, kam einer sanften Provokation des Koalitionspartners gleich. Wie sehr das die Entscheidungsträger rund um Sebastian Kurz in Wien berührt, ist allerdings fraglich.

Davon ließen sich die heimischen Roten aber nicht bremsen. „Wir sind heute hier, um der Volkspartei zu zeigen, dass sie vor Buntheit und Vielfalt keine Angst haben muss. Zeigen wir allen Menschen in diesem Land endlich, dass wir sie so akzeptieren, wie sie sind – und zwar egal, wen sie lieben!“, sagte die SPÖ-Gemeinderätin Anna Robosch in ihrer Rede am Flashmob