Hass und Gewalt gegen queere Menschen sind keine abstrakte Bedrohung. Sie sind Realität auch in Österreich.
In Berlin wurde jüngst ein Anschlag auf den Christopher Street Day verübt. In Österreich locken sogenannte „Pedo-Hunter“ gezielt homosexuelle Männer in Fallen, um sie zu demütigen und zu misshandeln. Und in Niederösterreich wurde ein junger Mann von einem 18-Jährigen getötet. Medienberichten zufolge gibt es Hinweise darauf, dass Schwulenhass bei der Tat eine Rolle gespielt haben könnte.
Diese Fälle stehen für eine Entwicklung, die nicht länger ignoriert werden darf: Queere Menschen werden bedroht, angegriffen und zum Ziel von Hass.
Wo ist die Politik?
Die Bundesregierung muss endlich konsequent handeln. Ein Nationaler Aktionsplan gegen Hate Crime (NAP) ist im Regierungsprogramm verankert. Doch ein Plan auf dem Papier schützt niemanden. Entscheidend ist, dass daraus konkrete Maßnahmen folgen und diese konsequent umgesetzt werden.
Bereits im Mai 2025 haben 30 queere Organisationen aus ganz Österreich gemeinsam konkrete Forderungen aus der Community formuliert. Wir fordern wirksame Maßnahmen gegen Hassverbrechen und eine rasche und konsequente Umsetzung des Nationalen Aktionsplans gegen Hate Crime.
Es geht um mehr als politische Absichtserklärungen. Es geht darum, dass queere Menschen in Österreich ohne Angst vor Hass, Gewalt und Verfolgung leben können. Der Schutz vor Hass und Gewalt darf keine bloße Absichtserklärung bleiben. Es braucht jetzt Taten!
Das gemeinsame Forderungspapier der queeren Organisationen findest du unter www.homo.at/nap.














