Konversionstherapien in Graz: Wo Opfer von „Homo-Heilungen“ hilfe finden können.

23. Februar 2023 | Politik & Gesellschaft

First Things First: Du bist ok, so wie du bist! Die anonymen Beratungsangebote der RosaLila PantherInnen sind für dich da. Opfer solcher Therapien können sich ohne Angst bei uns melden. Wir garantieren Anonymität und können mit unserem Psychosozialen Beratungsangebot helfen. 

Weder Homosexualität, noch andere Liebes- und Lebensformen sind eine Krankheit! Doch sind Konversionstherapien, also Umpolungstherapien zur „Heilung“ von homosexuellen Menschen in Österreich noch immer nicht verboten. 

Die Kleine Zeitung hat in ihrem Artikel vom 23. Februar 2023 einen schockierenden Fall aus Graz aufgedeckt, in dem sich eine 25-jährige als „homosexuelle Patientin“ ausgab. Ihr wurde im Hagiotherapie-Zentrum eine „geistige Störung“ diagnostiziert, die korrigiert gehöre. 

Webseite des Zentrums für Hagiotherapie in Graz

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass diese Therapien zu erheblichen gesundheitlichen Schäden und psychischen Erkrankungen führen können. „Ein Verbot solcher seelischen Misshandlungen ist längst überfällig“, kritisiert Vereinsobman Joe Niedermayer, „Der Nationalrat hat sich mit einem Entschließungsantrag bereits dafür ausgesprochen, doch warten wir schon seit 2019 auf ein Gesetz.“

Projektgruppe Homosexuelle und Glaube

Zweimal monatlich trifft sich die Gruppe Homosexuelle und Glaube, kurz „HuG“. Ein ökumenisches Gruppenangebot an Menschen für die Glaube, Spiritualität, Religion und Kirche eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen. Die Gruppe stärkt sich gegenseitig, spricht über Erfahrungen im Coming Out in der Beziehung, der jeweiligen Kirche oder im täglichen Leben.