LR Bogner-Strauß streicht Unterstützung für Verein Stop AIDS

1500 Euro kosten die Medikamente einer HIV-positiven Person monatlich. Trotzdem streicht das Land Steiermark dem ehrenamtlichen Verein Stop AIDS, die jährliche Unterstützung von nur 3000 EUR zur Gänze. Die neue Gesundheitslandesrätin Bogner-Strauß meinte dazu im persönlichem Gespräch: „Da könnte man sagen, die Folgekosten zahlt eh die Krankenkasse.“

„Das ist eine kurzsichtige Verschwendung von Steuergeld“, so die Aktivist*innen vom Verein Stops AIDS. „Schaffen wir es, dass sich nur eine Person nicht infiziert, so sind diese Steuergelder zig-fach eingespart.“

Traurige Tatsache ist, dass mehr als 50% aller HIV Neuinfektionen in Österreich die Gruppe schwuler Männer betrifft (Quelle: 37th Report of the Austrian HIV Cohort Study). Genau diese Risikogruppe spricht der Verein Stop AIDS mit seinen Aktivitäten zur HIV-Prävention an – sensible und tabuisierte Themen, mit denen sich andere Organisationen gar nicht erst „anpatzen“ wollen. Dies ist zum Beispiel gut am neuesten Stop AIDS Projekt AboutGay.at zu sehen.

Das Büro der Landesrätin hat die Förderabsage mit dem Argument begründetdie Tätigkeiten von Stop AIDS werden bereits von der AIDS Hilfe abgedeckt. Dies ist schlichtweg falsch und eine Erläuterung der deutlichen Unterschiede wurde ignoriert.

„Es ist für mich unverständlich, wenn ich sehe wie für Prestige-Projekte des Landes Unsummen ausgegeben werden und ehrenamtlichen Vereinen, nicht einmal ihre Unkosten für Druck erstattet werden können – und das, obwohl damit sogar Steuergelder gespart werden können“, meint Tuntenball Organisator und Vorsitzender der RosaLila PantherInnen Joe Niedermayer, der selbst nur ehrenamtlich arbeitet.

Mehr zu den wichtigen Aktivitäten vom Verein Stop AIDS gibt es im Jahresbericht 2019 des Vereins, oder auf der Website.

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