Pécs in Ungarn ist seit 1989 Partnerstadt von Graz. Die Verbindung zwischen unseren Städten lebt vom Austausch, von Freundschaften und von gegenseitiger Solidarität, gerade auch dann, wenn Grund- und Menschenrechte unter Druck geraten.
Unter der Regierung von Viktor Orbán wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen gesetzt, die die Rechte von LGBTIQ Personen massiv einschränken. Pride-Veranstaltungen wurden erschwert, öffentliche Sichtbarkeit queeren Lebens angegriffen und Aktivist:innen unter Druck gesetzt. Noch im vergangenen Jahr drohte der Pécs Pride ein Verbot, und Organisator Géza Buzás-Hábel wurde von der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Seit 2024 organisieren die RosaLila PantherInnen daher jedes Jahr, mit Unterstützung der Stadt Graz, einen Bus zur Pécs Pride. Unser Ziel ist es, die ungarische Community vor Ort sichtbar zu unterstützen und ein Zeichen grenzüberschreitender Solidarität zu setzen.
Gerade in Pécs zählt jede einzelne Person, die auf die Straße geht. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer stärkt jene Menschen, die sich trotz schwieriger politischer Rahmenbedingungen für Gleichberechtigung, Vielfalt und Menschenrechte einsetzen.
Umso mehr freuen wir uns über die positiven Entwicklungen der letzten Monate: Nach dem politischen Wandel mit Peter Magyar als neuer Ministerpräsident haben sich in Ungarn die Rahmenbedingungen für die LGBTIQ Community verbessert. Pride-Veranstaltungen können wieder als legale Demonstrationen stattfinden und die ungarische Staatsanwaltschaft hat die Anklagen fallen gelassen.
Diese Fortschritte machen Hoffnung. Dennoch bleibt noch viel zu tun, bis queere Menschen in Ungarn vollständige Gleichberechtigung und gesellschaftliche Akzeptanz erfahren. Deshalb setzen wir unser Engagement fort und werden auch heuer wieder als sichtbares Zeichen der Solidarität von Österreich nach Pécs reisen.
Sei dabei und unterstütze die Pécs Pride mit deiner Teilnahme!
Sa, 12. September 2026 – Anreise & Demonstration
So, 13. September 2026 – Rückfahrt nach Graz












