Presseaussendung zu diskriminierungsfreier Familienkarte

25. Juli 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir, der Verein der RosaLila PantherInnen, zu den aktuellen Geschehnissen betreffend die Familienkarte des Minimundus Stellung nehmen.

Unsere Stellungnahme für eine Presseaussendung:

Wir, der Verein der Rosalila PantherInnen, sind der Ansicht, dass es sehr wichtig und notwendig ist, eine Familienkarte von jeglichen Diskriminierungen zu befreien und dabei alle Formen von Familie zu berücksichtigen.

Von unserer Seite hierzu eine schriftliche Stellungnahme bzw. ein paar grob skizzierte Vorschläge für eine diskriminierungsfreie Familienkarte – wobei wir der Ansicht sind, dass es hier gar keiner „großen Änderungen“ bedarf. Wesentlich ist, dass der Personenkreis, den eine Familienkarte umfassen sollte, bzw. der Begriff der „Familie“ lediglich diskriminierungsfrei gehalten werden.

Es gibt nun einmal viele verschiedene Formen von Familie – so etwa Kinder mit Mutter und Vater, mit zwei Müttern oder zwei Vätern, mit verheirateten oder in einer Lebenspartnerschaft lebenden Eltern uvm. Zudem gibt es noch die übrigen Verwandten – wie Onkels, Tanten und Großeltern – die auch zur „Familie“ gehören. Familie ist dort, wo Kinder sind. Und prinzipiell sollten eben genannten Personen, wenn sie mit Kindern etwa einen Freizeitbetrieb besuchen, in den Genuss einer Familienkarte kommen können.

Ein paar Beispiele für  eine diskriminierungsfreie Familienkarte:

Bsp. 1: „die Familienkarte gilt für Erwachsene und Kinder bis zum …(z.B. 15.) Lebensjahr“

Bsp. 2: die Familienkarte gilt für verheiratete oder in einer Eingetragenen Partnerschaft lebende Mütter und Väter und deren Kinder bis zu einem Alter von….(z.B. 15) Jahren“

Bsp. 3: „die Familienkarte gilt für Mütter und Väter und ihre Kinder bis zu einem Alter von….(z.B. 15) Jahren“

All diese Formulierungen – und viele andere mehr – sind dazu geeignet, eine Familienkarte weitgehend von Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientiertung zu befreien und hetero- wie auch homosexuellen Eltern und ihren Kindern die Familienkarte zuzugestehen.

Manchmal reichen ein bis zwei Worte in einem Satz, um praktisch Gleichstellung zwischen Homo- und Heterosexuellen im Alltag zu schaffen. Warum ist dies so schwer umzusetzen?

Mit freundlichen Grüßen,

Martina Weixler (Obfrau der RosaLila PantherInnen)

(für Rückfragen erreichbar unter: [email protected])

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