Stellungnahme zur Parlamentarischen Petition „Blutspende öffnen – Leben retten!”

Für Blut- und Plasmareserven ist einerseits eine möglichst hohe Zahl an potentiellen Spender*innen und andererseits ein Höchstmaß an Sicherheit wichtig. Maßgeblich ist hier als Ausschlußkriterium eventuell sexuelles RisikoVERHALTEN und nicht die sexuelle Orientierung. Gerade als Interessensvertretung homo- und bisexueller Männer ist uns natürlich der hohe Anteil von HIV-Neuinfektionen im Bereich von MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) bekannt. Die Ursache ist konkretes RisikoVERHALTEN.

Dumme Homophobie lässt die Sicherheit beim Blutspenden SINKEN. Denn es ist wesentlich sinnvoller, in Fragebögen unabhängig von der sexuellen Orientierung nach potentiellem RisikoVERHALTEN zu fragen. Einerseits, weil dies natürlich auch heterosexuelle Personen betrifft. Anderseits, weil dies trotz Gruppendruck (kollektive Blutspenden bei Bundesheer-Rekruten usw.) eher zu wahrheitsgemäßen Angaben führt und nicht mit einem “Gruppenouting” verbunden ist. (Abgesehen davon speichert sonst das Rote Kreuz hochsensible Daten über sexuelle Orientierung und gibt diese dann auch noch weiter.)

Deshalb plädieren die RosaLila PantherInnen für die Konzentration auf riskantes Sexualverhalten (unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlecht) und Entfernung von Fragen nach der sexuellen Orientierung – und dies auch nur explizit bei Männern.

 

 

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